Archiv der Kategorie: Allgemein

Trauer um Dr. Ernst Kratzsch

Ein wunderbarer Menschenfreund ist verstorben:

Die Flüchtlingshilfe Rheine e. V. trauert um ihr Mitglied Dr. Ernst Kratzsch.

Wir sind dankbar für die vielen Stunden, die wir mit ihm verbringen durften, für sein Engagement und seine Verbundenheit mit den Menschen in und um unseren Verein.

Unser tief empfundenes Beileid gilt seiner Frau und seiner Familie, denen wir für die schwere Zeit des Abschieds und der Trauer viel Trost, Kraft und Zuversicht wünschen.

Interkulturelle Woche – 23. bis 29. September 2018

Liebe Mitglieder und Interessierte!

Die Interkulturelle Woche 2018 findet in diesem Jahr unter dem Motto “Vielfalt verbindet” vom 23. bis 29. September statt.
Von verschiedenen Vereinen, Trägern, Institutionen, Schulen usw. wurden viele interessante Veranstaltungen geplant.
Das komplette Programm finden Sie hier.

Wir haben zusammen mit Sea-Watch und der Band Sommerhaus eine Veranstaltergemeinschaft gebildet und beteiligen uns mit insgesamt vier Veranstaltungen:
– am Sonntag beim Fest der Begegnung im Dorenkamp sind wir mit der Aktion “Seebrücke” und einem Stand von Sea Watch dabei,
– am Mittwoch findet ihr uns mit dem Film “Als Paul über das Meer kam” im Kino; hier wird der Regisseur Jakob Preuss anwesend sein und für eine anschl. Diskussion bereitstehen;
– am Freitag sind wir mit einem großen Themenabend unter dem Motto “Flucht ist kein Verbrechen” in der VHS;
– am Samstag findet in der Trinkhalle ein Soli-Konzert mit zwei Bands statt.

Ich möchte Sie/euch ausdrücklich um Unterstützung durch weitere Werbung und rege Teilnahme bitten!

Sämtliche Spenden/Überschüsse sollen an Sea Watch e.V. gehen.
Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind in diesem Jahr bereits mehr als 1.400 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen.
Wir können nicht tatenlos zusehen, dass Menschen auf der Flucht zum Spielball europäischer und deutscher Macht- und Strategiespielchen werden und dabei sterben.
Die Seenotrettung muss weiter fortgesetzt bzw. intensiviert werden.

Mit der Stadtsparkasse Rheine haben wir einen Sponsor gewinnen können, sind aber weiterhin auf der Suche nach finanzieller Unterstützung.

Bis bald bei der Interkulturellen Woche,
mit freundlichen Grüßen

Petra Gaasbeek

Zweiter Workshop für geflüchtete Frauen

Am Samstag, 07.04.18, haben wir unsere Reihe mit Workshops für Migrantinnen im Kolpinghaus fortgesetzt. Dieses Mal ging es um die Themen Rechte, Bildung und Erziehung und auch diese Veranstaltung wurde durch die Friedrich-Naumann- Stiftung finanziell unterstützt.

Den Anfang machte die Rechtsanwältin Frau Rottmann-Viefhues. Sie brachte den rund 25 sehr interessierten Frauen die Grundlagen zum Ehe- und Scheidungsrecht nahe. Dabei wies sie die Teilnehmerinnen sehr umfassend auf die Voraussetzungen für die Anerkennung von Ehen, das notwendige Verhalten im Falle einer Trennung und auf die Regelungen des Sorgerechts
während dieser Zeit hin. Weiter ging es mit dem Aufenthaltsrecht nach der Scheidung und den finanziellen Regelungen. Hier wurden u.a. die Unterhaltspflichten, die Haftung für gemeinsam abgeschlossene Verträge und die Rentenanwartschaften angesprochen. Frau Rottmann-Viefhues konnte anschaulich aus ihrer jahrelangen Praxis berichten. Da Dolmetscherinnen alles direkt ins Arabische und Persische übersetzten, konnten viele Fragen größtenteils direkt beantwortet werden und die Teilnehmerinnen nahmen alle
Informationen und Tipps dankbar an.

Nach einem guten Mittagessen ging es dann mit einer weiteren kompetenten Dozentin weiter. Frau Agnes Denkler, Mitarbeiterin der Frauenberatungsstelle Rheine, stellte ihre Arbeit vor. Sie berichtete von jährlich ca. 400 Beratungsgesprächen allein in Rheine und schilderte, in welchen Fällen die Frauenberatungsstelle ihre Hilfe anbietet. In diesem Zusammenhang sprach sie deutlich die in Deutschland geltende Gleichberechtigung von Mann und Frau und die Bedeutung des Artikels 1 des Grundgesetzes an. Sie verteilte Infomaterial zum Thema Frauenrechte und wies auf das rund um die Uhr zur Verfügung stehende kostenlose Hilfetelefon hin. Jede dritte bis vierte Beziehung ist heute von Gewalt betroffen. Sollte es zu einem Polizeieinsatz wegen häuslicher Gewalt kommen, nimmt die Beratungsstelle Kontakt mit den Betroffenen auf und bietet Hilfe an. „Hinsehen und Handeln“ sei das Wichtigste, wenn es zu einer Gewaltausübung gekommen ist, sagte Denkler. Dabei sei es aber dringend erforderlich, keinen -weiteren- Druck auf die Betroffenen auszuüben, da diese bereits stark unter Stress stünden. Gewalt macht krank. Viele Betroffene sind traumatisiert und leiden unter Depressionen, Alkoholsucht oder Selbstverletzung. Sie appellierte an die Frauen, ihr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu stärken und auch ihre Kinder in diesem Sinne zu erziehen. Sie gab zu bedenken, dass ein Leben in Freiheit besser ist als ein Leben in Angst. Hierbei könne ein Austausch in Gruppen und auch Veranstaltungen wie diese den Frauen helfen. Die Teilnehmerinnen waren sichtlich beeindruckt.

Abschließend gab dann Rita Nowakowski, Lehrerin an einer Gesamtschule, einen Überblick über das Schulsystem in NRW. Sie informierte über die in Deutschland geltende Schulpflicht über 10 Jahre und die Anmeldeverfahren von Grund- und weiterführenden Schulen. Weiterhin erklärte sie, dass die DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) eine Erstförderung bieten, an die sich dann schulabhängig eine Folgeförderung anschließt. Auch wies sie auf die Möglichkeit einer Sprachfeststellungsprüfung in der Muttersprache in der 8. bis 10. Klasse hin, die evtl. als Ersatz für eine Fremdsprachenprüfung dienen kann. Sie berichtete über die Berufsfelderkundung in der 8. Klasse und die Praktika während der 9. Klasse. Eindringlich wies sie die Frauen darauf hin, dass die Eltern – auch bei größeren Kindern – für die Einhaltung der Schulpflicht bis zur 10. Klasse verantwortlich sind.

Für offene Fragen oder Probleme bot sie ihre Hilfe über die Flüchtlingshilfe an.
Am späten Samstagnachmittag waren dann sowohl die Veranstalterinnen als auch die Teilnehmerinnen hoch zufrieden. Wieder war es gelungen, den Frauen in einem geschützten Rahmen Informationen und Tipps an die Hand zu geben und Antworten auf zum Teil sehr persönliche Fragen zu liefern.

Einladung zur Podiumsdiskussion – “Willkommenskultur – ein Auslaufmodell?”

Nachtrag vom 13.04.2018:

Hier die Nachbesprechung der Diskussion als Artikel in der Münsterländischen Volkszeitung vom 12.04.2018.

 

Dienstag, 10. April um 19:30 Uhr

AUDIMAX der Mathias-Hochschule
Dutumer Str. 33
48431 Rheine

Eintritt: Frei
Einlass: 19:00h
Ende: ca. 21:30h

Moderiert wird die Veranstaltung durch Udo J. Siefen von der Saxion Hochschule in Enschede.

Hier die komplette Einladung zur Podiumsdiskussion in Rheine

 

Im Namen von:
Netzwerk Humanität und Bleiberecht im Kreis Steinfurt
48282 Emsdetten, Kreis Steinfurt NRW

e-mail: info@bleiberecht-netzwerk-steinfurt.de
internet: www.bleiberecht-netzwerk-steinfurt.de
facebook: “netzwerk humanität bleiberecht im kreis steinfurt”

Workshop für geflüchtete Frauen zum Thema Gesundheit

Mit dem Angebot unseres Workshops für Migrantinnen zum Thema Frauengesundheit hatten wir an einem Samstag Anfang März voll ins Schwarze getroffen. Gut 30 Frauen waren unserer Einladung ins Kolpinghaus an der Neuenkirchener Straße gefolgt. Interessiert verfolgten sie die Vorträge von Frauenärztin Dr. Elisabeth Heywinkel über Vorsorgeuntersuchungen, Schwangerenberatung und Empfängsnisverhütung, sowie die Möglichkeiten der Unterstützung in Problem- oder Konfliktfällen, die Maria Bögge vom Donum vitae Kreisverband Steinfurt erläuterte.
Nach der Mittagspause stand llka Schraeder, bis Ende Januar Grundschullehrerin an der Edith-Stein-Schule, Rede und Antwort zu den Themenschwerpunkten Sexualkundeunterricht und Idee und Einfluss der Klassenpflegschaft. Sie appellierte eindringlich an die Mütter, ihre Kinder bei den Hausaufgaben und dem Lesen üben zu unterstützen und sich auch in der Schule im Sinne ihrer Kinder einzubringen und mitzuarbeiten. “Niemand muss Angst vor Lehrern haben” war eine klare Ansage an die Mütter.

Die Migrantinnen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren, die seit zwei bis drei Jahren in Rheine leben, nutzten die Möglichkeiten, den Referentinnen die sprichwörtlichen Löcher in den Bauch zu fragen. Petra Gaasbeek, Vorsitzende unseres Vereins, war am Ende hochzufrieden. „Die Frauen haben sich im geschützten Rahmen unseres Workshops getraut Fragen zu stellen, die teilweise sehr ins Persönliche gehen und die dennoch mit der einen oder anderen Nuance jede Frau, jede Familie betreffen können“.
Einer der Gründe des Erfolgs des Workshops, den die Friedrich-Naumann-Stiftung förderte und den die Frauen von Kolping-Zentral Rheine bei der Bewirtung unterstützten, war wohl auch, dass die erfahrene Gynäkologin Elisabeth Heywinkel ihre profunden Erfahrungen weitergab. Bis zu ihrem Ruhestand hat Heywinkel viele Jahre eine Frauenarztpraxis betrieben und konnte – angefangen bei Geburt, Stillen, Impfungen und Ernährung von Neugeborenen über Pubertät, Verhütung, Schwangerschaft und Wochenbett bis hin zu Sterilisation – jeweils bis ins Detail auf Fragen aus dem Publikum unverzüglich eingehen. Vor allem was die Möglichkeiten der Verhütung angeht und wie teuer Pille, Spirale, Sterilisation und die „Pille danach“ sind, nahmen die Zuhörerinnen interessiert zur Kenntnis.
Auch die Tatsache, dass drei Übersetzerinnen den Migrantinnen jeweils in ihrer Muttersprache die Inhalte weitergaben, mag zum Erfolg beigetragen haben. Spürbar war jedenfalls, dass ein großer Informationsbedarf auf Seiten der Frauen bestand. Anfangs schüchternes Schmunzeln, dann Kopfnicken und auch mal lautes Lachen, waren die Bestätigung, wie sehr die Themen ins Schwarze trafen. Immer wieder richteten Heywinkel und Bögge den Appell an die Frauen, sich im Zweifelsfall kompetent beraten zu lassen und ihr Wissen innerhalb der Familie weiterzugeben, auch an ihre heranwachsenden Töchter. „Es passiert nichts bei einer ärztlichen Untersuchung und Sie brauchen um die Jungfräulichkeit keine Angst zu haben.“
Der nächste Workshop für Frauen zu den Themen Erziehung/Bildung/Rechte ist bereits geplant und wird ebenfalls von erfahrenen Dozentinnen begleitet werden.

Interkulturelle Woche 2018

Im Zuge der Interkulturellen Woche (23.-29.09.2018) planen wir zusammen mit Marcus Berger von Sea Watch e.V. und unserer “Hausband” SOMMERHAUS eine inklusive Veranstaltungsreihe zum Thema „Flucht ist kein Verbrechen“.

Die inklusive Veranstaltungsreihe wird in Kooperation zwischen der Flüchtlingshilfe Rheine e.V., einem in Rheine lebendem Vertreter der Organisation Sea Watch e.V. und der ebenfalls aus Rheine stammenden Band SOMMERHAUS durchgeführt.

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes dieser Veranstaltungsreihe ist ein barrierefreier Zugang. Um die Veranstaltung auch für Gehörlose zugänglich zu machen, haben wir zwei Gebärdendolmetscher gewonnen.

Zudem werden die Beiträge in mehrere Sprachen (Englisch, Französisch, Arabisch, Tingi) simultan übersetzt.

Weitere Infos folgen zeitnah. Außerdem wurde in Facebook die Infogruppe
„Flucht ist kein Verbrechen 2018“ eingerichtet.

Sprachhelfer gesucht!

Wir suchen dringend Freiwillige für unsere Nachhilfe / Hausaufgabenbetreuung für montags bis donnerstags in der Zeit von 14 bis 16 Uhr!

Die sehr lernwilligen Schüler werden in den Räumlichkeiten der Abendrealschule Rheine an der Mittelstraße unterrichtet.
Zur Zeit benötigen viele Schüler Nachhilfe in naturwissenschaftlichen Fächern und vor allem in Mathematik.

Bei Interesse, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

Spende des Dentallabors Volkmer

50 Jahre Firmengeschichte – das war für das Dentallabor Volkmer ein Grund zu
feiern.
„Spenden statt Geschenke“ wünschten sich die Geschäftsführer zur Jubiläumsfeier.
Die Gäste, die Mitarbeiter des Labors, Familie, Freunde und Geschäftspartner
zeigten sich großzügig und spendeten insgesamt rund 17.000 Euro.
Mit diesem Betrag hat das Labor-Team nun drei Hilfsprojekte, die sich regional und
international engagieren, zu gleichen Teilen unterstützt.
Neben dem Förderkreis (Zahn)Gesundheit „Jino“ und der weltweiten Initiative
„Wirtschaft in Gemeinschaft“ (WiG) erhielt unser Verein diese großzügige Spende.
„Diese Projekte liegen uns besonders am Herzen. Die Flüchtlingshilfe Rheine wird
gefördert, weil wir den aktuellen und lokalen Bedarf sehen und die Initiative der
Ehrenamtlichen von uns sehr geschätzt wird“ sagen die Geschäftsführer des
Dentallabors Volkmer.
Wir sagen „Danke“ an Sonja und Martin Volkmer, ihre Mitarbeiter und alle Spender!

Auf dem Foto von links: Martin Volkmer, Guido Gehlmann (WiG), Petra Gaasbeek (Flüchtlingshilfe), Martin Dirksen (Jino) und Sonja Volkmer

Projekt „Deutsche Alltags Akademie“ abgeschlossen

Nach 9 Monaten ist unser erstes „Langzeitprojekt“ erfolgreich zu Ende gegangen.
Hier eine kurze Zusammenfassung der Projektstruktur und des Verlaufs.
Die Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Rheine ergab sich eher spontan, als
die Vorjahres-Teilnehmer „Deutschen Alltags Akademie“ zusätzliche Sprachübungen benötigten. Diese konnten wir im Rahmen unserer Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe anbieten.
Daraus entstand die Idee, eine größere feste Gruppe über einen längeren Zeitraum zu betreuen.
Wir haben ein Konzept ausgearbeitet und einen Antrag auf Förderung bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück gestellt.
Die Freude war groß, als wir dann einen Förderbescheid i.H.v. 10.000 Euro erhielten.
Daraufhin konnte im Oktober 2016 der Startschuss gegeben werden.
Mit Unterstützung der Fachstelle für Migration und Integration der Stadt Rheine wurden schnell die Teilnehmer gefunden.
Sie sind zwischen 18 und 30 Jahren alt und stammen überwiegend aus Afghanistan, aber auch aus dem Iran, aus Mali und aus Syrien.
Alle sind allein reisend und kamen daher ohne ihre Familien zu uns.
Wir wollten mit ihnen die Zeit des Wartens während der Anerkennungsverfahren nutzen. Sie sollten menschlich angemessen angesprochen werden und unsere Gebräuche und Sitten kennenlernen. Weiterhin sollten sie Sprachpraxis und Kontakt zu den Bürgern in Rheine bekommen.
Die unterschiedlichen Veranstaltungen vermittelten Zeitrhythmus, Verbindlichkeit von Terminen und boten ein soziales Umfeld.
Das Konzept zielte auf intensive Besuchstermine, in denen Institutionen und die Personen, die dahinter stehen, vorgestellt wurden.
Immer am Dienstagnachmittag gab es insgesamt 45 Termine, an denen Besuche bei der Stadtverwaltung, der Kläranlage, der Firma apetito, des Wasserwerkes, einer Kirche, des Amtsgerichts, eines Krankenhauses, des TAT und viele andere stattfanden.
Dabei gaben z.B. der Bürgermeister, Geschäftsführer und Vorsitzende von Vereinen einen Einblick in ihr Thema, erklärten ihre Arbeit praxisnah und sprachen über ihren Alltag.

In den begleitenden Sprachübungen, die dreimal wöchentlich durch Ehrenamtliche unseres Vereins vorbereitet und durchgeführt wurden, wurden die Themen vertieft, die Vokabeln gelernt und die Inhalte besprochen.
Hier wurde mit dem „Hamburger ABC“ gearbeitet. Diese Unterlagen erhielt jeder Teilnehmer. Sie bauen aufeinander auf und entsprechen den unterschiedlichen Anforderungen. Auch sind sie in Kleingruppen und zum Selbststudium einsetzbar.
Am Wochenende fand zusätzlich einmal im Monat eine Freizeitveranstaltung oder ein Ausflug statt. Diese stärkten die Gruppenidentität und gaben Gelegenheit, mit den Freunden Deutsch zu sprechen. Außerdem lernten die Teilnehmer die kulturellen Schönheiten und Besonderheiten der Region kennen. Es wurden u.a. das LWL-Museum in Münster, der Markt in Enschede, das Kloster Bentlage und auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück besucht.
Das Geld der Stiftung war gut investiert.
Wir konnten damit die Bücher und Lernhilfen bezahlen und qualifizierte Dolmetscher einsetzen. Außerdem waren damit die Transportkosten für die Exkursionen der Teilnehmer abgedeckt.
Alle Beteiligten aus der Flüchtlingshilfe und dem Rotary Club haben ihre Leistungen ehrenamtlich erbracht.
Mit dem Projekt hat sich eine gute und effektive Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen eingestellt.
Am Dienstag, 25.08.17 fand dann im Rahmen eines Abendessens im Stadtparkrestaurant eine feierliche Abschlussveranstaltung statt.
Der Rotary Club Rheine hatte zum Essen eingeladen und die Teilnehmer und ihre Partner nahmen mit insgesamt 30 Personen teil. Weiterhin waren viele Mitglieder des Rotary Clubs, Vertreter der Stadt Rheine, des Caritasverbandes und natürlich unseres Vereins anwesend.
Stellvertretender Bürgermeister Udo Bonk würdigte die Arbeit und dankte für das Engagement. Projekte dieser Art haben nach seinen Worten eine besondere Bedeutung für die Integration der Geflüchteten in die lokale Gemeinschaft.
Zwei jugendliche Teilnehmer erklärten beispielhaft, dass ihnen dieses Programm sehr geholfen habe, sich in Rheine zu orientieren. Sie wollen weiterhin die deutsche Sprache erlernen und in der Integration fortfahren. In anregenden Gesprächen an den verschiedenen Tischen stellten die Gäste fest, wie gut sich die Teilnehmer des Projektes schon in unserer Sprache ausdrücken können.
Die Teilnehmer erhielten Urkunden, eine Dokumentation und ein kleines Geschenk für ihre Mitarbeit.
Hervorzuheben ist das Engagement von Andrea Hey und Kirsten Günther, die die Unterrichte vorbereitet und durchgeführt haben. Weiterhin waren Sherin Hodroj und Nadine Benning im Unterricht dabei und haben zusätzlich noch jede Veranstaltung begleitet.
Ein großer Dank auch an unsere Dolmetscher Salam Hodroj und Mahmoud Rahel!

Und last but not least gilt unser besonderer Dank Herrn Dr. Ernst Kratzsch.
Er hat das Konzept ausgefeilt, jeden Dienstagstermin und jeden Wochenendausflug geplant und begleitet, immer wieder WhatsApp und SMS geschrieben und, und, und….
Ohne ihn wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.

Und ganz zum Schluss gab es dann noch eine dicke Überraschung für uns:
Mechtild Sunderdieck von Inner Wheel ergriff als ehemalige Districtpräsidentin das Wort. Sie hatte bei den Besuchen der Clubs im District viele Projekte kennengelernt und Spenden für ein eigenes Projekt, dass das Erlernen der Sprache fördern sollte, gesammelt. „Ich möchte dankbar diese Mittel an diejenigen weitergeben, denen das Wohl der Geflüchteten am Herzen liegt und denen wir für ihren beständigen Einsatz danken wollen“ sagte sie. Sie überreichte unserem Verein einen Scheck i.H.v. 4000 Euro, weil sich der Verein vor Ort in Rheine „beispielhaft in der Integrationsarbeit auszeichne“. Auch hierfür ein ganz dickes Dankeschön!

Die Dokumentation des gesamten Projekts finden sie hier:
Abschlussbericht als PDF

 

 

Gefördert duch

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
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