Spende des Dentallabors Volkmer

50 Jahre Firmengeschichte – das war für das Dentallabor Volkmer ein Grund zu
feiern.
„Spenden statt Geschenke“ wünschten sich die Geschäftsführer zur Jubiläumsfeier.
Die Gäste, die Mitarbeiter des Labors, Familie, Freunde und Geschäftspartner
zeigten sich großzügig und spendeten insgesamt rund 17.000 Euro.
Mit diesem Betrag hat das Labor-Team nun drei Hilfsprojekte, die sich regional und
international engagieren, zu gleichen Teilen unterstützt.
Neben dem Förderkreis (Zahn)Gesundheit „Jino“ und der weltweiten Initiative
„Wirtschaft in Gemeinschaft“ (WiG) erhielt unser Verein diese großzügige Spende.
„Diese Projekte liegen uns besonders am Herzen. Die Flüchtlingshilfe Rheine wird
gefördert, weil wir den aktuellen und lokalen Bedarf sehen und die Initiative der
Ehrenamtlichen von uns sehr geschätzt wird“ sagen die Geschäftsführer des
Dentallabors Volkmer.
Wir sagen „Danke“ an Sonja und Martin Volkmer, ihre Mitarbeiter und alle Spender!

Auf dem Foto von links: Martin Volkmer, Guido Gehlmann (WiG), Petra Gaasbeek (Flüchtlingshilfe), Martin Dirksen (Jino) und Sonja Volkmer

Projekt „Deutsche Alltags Akademie“ abgeschlossen

Nach 9 Monaten ist unser erstes „Langzeitprojekt“ erfolgreich zu Ende gegangen.
Hier eine kurze Zusammenfassung der Projektstruktur und des Verlaufs.
Die Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Rheine ergab sich eher spontan, als
die Vorjahres-Teilnehmer „Deutschen Alltags Akademie“ zusätzliche Sprachübungen benötigten. Diese konnten wir im Rahmen unserer Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe anbieten.
Daraus entstand die Idee, eine größere feste Gruppe über einen längeren Zeitraum zu betreuen.
Wir haben ein Konzept ausgearbeitet und einen Antrag auf Förderung bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück gestellt.
Die Freude war groß, als wir dann einen Förderbescheid i.H.v. 10.000 Euro erhielten.
Daraufhin konnte im Oktober 2016 der Startschuss gegeben werden.
Mit Unterstützung der Fachstelle für Migration und Integration der Stadt Rheine wurden schnell die Teilnehmer gefunden.
Sie sind zwischen 18 und 30 Jahren alt und stammen überwiegend aus Afghanistan, aber auch aus dem Iran, aus Mali und aus Syrien.
Alle sind allein reisend und kamen daher ohne ihre Familien zu uns.
Wir wollten mit ihnen die Zeit des Wartens während der Anerkennungsverfahren nutzen. Sie sollten menschlich angemessen angesprochen werden und unsere Gebräuche und Sitten kennenlernen. Weiterhin sollten sie Sprachpraxis und Kontakt zu den Bürgern in Rheine bekommen.
Die unterschiedlichen Veranstaltungen vermittelten Zeitrhythmus, Verbindlichkeit von Terminen und boten ein soziales Umfeld.
Das Konzept zielte auf intensive Besuchstermine, in denen Institutionen und die Personen, die dahinter stehen, vorgestellt wurden.
Immer am Dienstagnachmittag gab es insgesamt 45 Termine, an denen Besuche bei der Stadtverwaltung, der Kläranlage, der Firma apetito, des Wasserwerkes, einer Kirche, des Amtsgerichts, eines Krankenhauses, des TAT und viele andere stattfanden.
Dabei gaben z.B. der Bürgermeister, Geschäftsführer und Vorsitzende von Vereinen einen Einblick in ihr Thema, erklärten ihre Arbeit praxisnah und sprachen über ihren Alltag.

In den begleitenden Sprachübungen, die dreimal wöchentlich durch Ehrenamtliche unseres Vereins vorbereitet und durchgeführt wurden, wurden die Themen vertieft, die Vokabeln gelernt und die Inhalte besprochen.
Hier wurde mit dem „Hamburger ABC“ gearbeitet. Diese Unterlagen erhielt jeder Teilnehmer. Sie bauen aufeinander auf und entsprechen den unterschiedlichen Anforderungen. Auch sind sie in Kleingruppen und zum Selbststudium einsetzbar.
Am Wochenende fand zusätzlich einmal im Monat eine Freizeitveranstaltung oder ein Ausflug statt. Diese stärkten die Gruppenidentität und gaben Gelegenheit, mit den Freunden Deutsch zu sprechen. Außerdem lernten die Teilnehmer die kulturellen Schönheiten und Besonderheiten der Region kennen. Es wurden u.a. das LWL-Museum in Münster, der Markt in Enschede, das Kloster Bentlage und auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück besucht.
Das Geld der Stiftung war gut investiert.
Wir konnten damit die Bücher und Lernhilfen bezahlen und qualifizierte Dolmetscher einsetzen. Außerdem waren damit die Transportkosten für die Exkursionen der Teilnehmer abgedeckt.
Alle Beteiligten aus der Flüchtlingshilfe und dem Rotary Club haben ihre Leistungen ehrenamtlich erbracht.
Mit dem Projekt hat sich eine gute und effektive Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen eingestellt.
Am Dienstag, 25.08.17 fand dann im Rahmen eines Abendessens im Stadtparkrestaurant eine feierliche Abschlussveranstaltung statt.
Der Rotary Club Rheine hatte zum Essen eingeladen und die Teilnehmer und ihre Partner nahmen mit insgesamt 30 Personen teil. Weiterhin waren viele Mitglieder des Rotary Clubs, Vertreter der Stadt Rheine, des Caritasverbandes und natürlich unseres Vereins anwesend.
Stellvertretender Bürgermeister Udo Bonk würdigte die Arbeit und dankte für das Engagement. Projekte dieser Art haben nach seinen Worten eine besondere Bedeutung für die Integration der Geflüchteten in die lokale Gemeinschaft.
Zwei jugendliche Teilnehmer erklärten beispielhaft, dass ihnen dieses Programm sehr geholfen habe, sich in Rheine zu orientieren. Sie wollen weiterhin die deutsche Sprache erlernen und in der Integration fortfahren. In anregenden Gesprächen an den verschiedenen Tischen stellten die Gäste fest, wie gut sich die Teilnehmer des Projektes schon in unserer Sprache ausdrücken können.
Die Teilnehmer erhielten Urkunden, eine Dokumentation und ein kleines Geschenk für ihre Mitarbeit.
Hervorzuheben ist das Engagement von Andrea Hey und Kirsten Günther, die die Unterrichte vorbereitet und durchgeführt haben. Weiterhin waren Sherin Hodroj und Nadine Benning im Unterricht dabei und haben zusätzlich noch jede Veranstaltung begleitet.
Ein großer Dank auch an unsere Dolmetscher Salam Hodroj und Mahmoud Rahel!

Und last but not least gilt unser besonderer Dank Herrn Dr. Ernst Kratzsch.
Er hat das Konzept ausgefeilt, jeden Dienstagstermin und jeden Wochenendausflug geplant und begleitet, immer wieder WhatsApp und SMS geschrieben und, und, und….
Ohne ihn wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.

Und ganz zum Schluss gab es dann noch eine dicke Überraschung für uns:
Mechtild Sunderdieck von Inner Wheel ergriff als ehemalige Districtpräsidentin das Wort. Sie hatte bei den Besuchen der Clubs im District viele Projekte kennengelernt und Spenden für ein eigenes Projekt, dass das Erlernen der Sprache fördern sollte, gesammelt. „Ich möchte dankbar diese Mittel an diejenigen weitergeben, denen das Wohl der Geflüchteten am Herzen liegt und denen wir für ihren beständigen Einsatz danken wollen“ sagte sie. Sie überreichte unserem Verein einen Scheck i.H.v. 4000 Euro, weil sich der Verein vor Ort in Rheine „beispielhaft in der Integrationsarbeit auszeichne“. Auch hierfür ein ganz dickes Dankeschön!

Die Dokumentation des gesamten Projekts finden sie hier:
Abschlussbericht als PDF

 

 

Gefördert duch

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
 

Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de

„Innen Leben“ am 12.09. im Zinema City Rheine

Im Rahmen ihrer “Grünen Filmreihe” zeigen Bündnis 90/Die Grünen Rheine in Kooperation mit dem Zinema City den Film „Innen Leben“ : 24 Stunden im Leben syrischer Zivilisten – versteckt in einer Wohnung.

Atmosphärisch dicht wie ein Kammerspiel und brandaktuell erzählt das Drama „Innen Leben“ von der Alltagsrealität in einem Bürgerkriegsland. Zwischen die Fronten geraten, müssen die Zivilisten dort um ihr Leben kämpfen. Sicherheit gibt es nicht – auch nicht in der abgeschlossenen Wohnung der Familienmutter Oum Yazan mit ihren drei Kindern Yara, Aliya und Yazan und ihrer Haushaltshilfe. Denn der scheinbar sichere Bunker entpuppt sich bald als Gefängnis.

Aufrüttelnd und intensiv zeigt der belgische Filmemacher Philippe van Leeuw, wie ganz normale Menschen dazu gezwungen werden, grausame Entscheidungen zu treffen. Dank seiner aktuellen Thematik wurde die belgisch-französisch-libanesische Koproduktion bei der 67 Berlinale in diesem Jahr mit dem Publikumspreis in der Sektion Panorama ausgezeichnet.

Beginn des Films: 20:00 Uhr

ZINEMA CITY GmbH & Co. KG
Kardinal-Galen-Ring 42
48431 Rheine
Telefon: 05971 – 8 695 625
E-Mail: info@zinema-city.de

Sommerferien vom 17. Juli bis 29. August 2017

Während der Sommerferien findet in der Abendrealschule keine  Nachhilfe/Hausaufgabenbetreuung statt.

Vom 7. bis zum 25. August bieten wir die Sprachhilfe in der städtischen Unterkunft in der Gartenstraße 40 an.
Unsere Kontaktstelle an der Marktstraße 10 wird ebenfalls nicht regelmäßig besetzt sein.

Eine Kontaktaufnahme über unsere Homepage oder den Anrufbeantworter ist
jederzeit möglich.

Beteiligung an der Interkulturellen Woche

„Vielfalt verbindet“ ist das Motto der Interkulturellen Woche (IKW), die seit ca. 40 Jahren  bundesweit stattfindet. In diesem Jahr ist sie für den Zeitraum vom 24.09. bis 01.102017 vorgesehen und auch die Stadt Rheine beteiligt sich daran.

Die IKW bietet Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Begegnungsveranstaltungen sollen dazu einladen, die Vielfalt der Einwanderungsgesellschaft zu erleben, Erfahrungen auszutauschen und sich für eine menschenfreundliche Gesellschaft einzusetzen.

Die Fachstelle Migration und Integration plant ein Veranstaltungsprogramm, das in einem gemeinsamen Flyer mit allen Angeboten und Programmpunkten sämtlicher Vereine und Beteiligten zusammengefasst wird.
Abschließen soll die Woche dann mit einem Familienfest am 03.10.2017 in der Innenstadt.
Auch unser Verein beteiligt sich an der IKW mit einer Veranstaltung. Geplant ist ein Vortrag über die Arbeit von Sea-Watch, der von der Band Sommerhaus begleitet und mit Unterstützung der Familienbildungsstätte durchgeführt wird.

Wir möchten uns schon jetzt bei allen Beteiligten bedanken!

 

 

“Junge Experten gestalten Workshop für Flüchtlingshilfe” – Beitrag in der MV

Mit freundlicher Genehmigung der Münsterländischen Volkszeitung veröffentlichen wir hier einen Artikel aus der Ausgabe vom Montag, den 13. März 2017.

Hier gelangen Sie direkt zum Artikel
Artikel MV 130317

 

Außerdem hier noch die dazu gehörige Bildergalerie:

 

Erfolgreicher Erste Hilfe Kurs mit dem DRK Rheine

Mit einer unserer Gruppen waren wir beim Deutschen Roten Kreuz zu Besuch und wurden so richtig gefordert! Der Ausbilder Herr Vizenzo Pirone vom DRK Rheine erprobte nach seiner kurzen Begrüßung und Erläuterung des Ablaufes erst einmal die Vorkenntnisse der Besucher. Zwei Personen im Auto waren nicht ansprechbar, ein Motorradfahrer lag auf dem Boden und eine weitere Person war angefahren worden. Bei den Teilenehmern herrschte zunächst noch einige Konfusion, wie jetzt vorgegangen werden müsste.

Herr Vizenzo Pirone vom DRK Rheine im Einsatz

Insofern war nach einer halben Stunde der Nachweis gelungen, dass Fort- und Weiterbildung dringend notwendig ist. Herr Pirone machte auch gleich deutlich, dass die rechtlichen Verhältnisse in Deutschland ganz anders sind als in anderen Ländern.

„In Deutschland ist Hilfeleistung Pflicht!“ und jeder, der einen Bedürftigen sieht, muss sich darum kümmern. In Deutschland gibt es auch ein gut ausgebautes Rettungswesen mit z.B. den Feuerwehren, den Not- und Rettungsdiensten.

INFOKASTEN
Der erste Schritt ist die Information des Rettungsdienstes oder der Polizei. Bei diesem Anruf (110, 112) geht es darum, zu erläutern, wo der Ort des Unfalles ist, was man sieht und die Einschätzung der Lage so ruhig und so konkret wie möglich zu übermitteln. Es ist zu erwarten, dass innerhalb kürzester Zeit professionelle Hilfe kommt und die Ersthelfer unterstützt bzw. ablöst.
Der nächste Schritt ist die Sicherung der Unfallstelle mit Warnzeichen und Blinkern und
der dritte Schritt ist dann die Erste Hilfe bei denjenigen, die Opfer des Unfalles geworden sind oder z.B. eine Schwächeanfall haben.

Die Erste Hilfe stand nun im Mittelpunkt und auf der Tagesordnung. Sichere Seitenlage, aktive Sicherung, Herzmassage, Reanimation usw.
Die einzelnen Schritte wurden jeweils in Gruppen geübt, so dass jeder die Handgriffe und Bewegungen genau lernte. Herr Pirone gab immer wieder Erläuterungen, spornte die einzelnen Teilnehmer an und überprüfte die Abläufe sowie Ergebnisse.

Übung macht den Meister – jugendliche Flüchtlinge beim Erste Hilfe Kurs des DRK Rheine

Die Gruppe der jugendlichen Flüchtlinge war erst sehr überrascht von dem, was sie hörten. Solche Leistungen wie Feuerwehr und Rettungsdienste kannten sie aus ihren Heimatländern in dieser Form und Perfektion nicht. Dann stürzten sie sich voller Eifer in die praktischen Übungen.

Kirsten Günter und Sherin Hodroj, die den Kurs von der Flüchtlingshilfe e.V. betreuen, waren sehr beindruckt und dankten dem Deutschen Roten Kreuz Rheine und insbesondere Herrn Vizenzo Pirone sehr herzlich.
Für die Jugendlichen aus Syrien, Irak und Afghanistan war dies eine wichtige Lektion, die sie erlernt haben. Sie haben hier erkannt, welche Pflichten der Einzelne hat und was aber auch die Gesellschaft vorhält, um Bedürftigen und Opfern zu helfen.

Die Veranstaltung endete mit einem herzlichen, lang anhaltenden Applaus und einem Gruppenbild.

Gruppenbild mit Herr Vizenzo Pirone (in der Mitte) vom DRK Rheine