Erfolgreicher Erste Hilfe Kurs mit dem DRK Rheine

Mit einer unserer Gruppen waren wir beim Deutschen Roten Kreuz zu Besuch und wurden so richtig gefordert! Der Ausbilder Herr Vizenzo Pirone vom DRK Rheine erprobte nach seiner kurzen Begrüßung und Erläuterung des Ablaufes erst einmal die Vorkenntnisse der Besucher. Zwei Personen im Auto waren nicht ansprechbar, ein Motorradfahrer lag auf dem Boden und eine weitere Person war angefahren worden. Bei den Teilenehmern herrschte zunächst noch einige Konfusion, wie jetzt vorgegangen werden müsste.

Herr Vizenzo Pirone vom DRK Rheine im Einsatz

Insofern war nach einer halben Stunde der Nachweis gelungen, dass Fort- und Weiterbildung dringend notwendig ist. Herr Pirone machte auch gleich deutlich, dass die rechtlichen Verhältnisse in Deutschland ganz anders sind als in anderen Ländern.

„In Deutschland ist Hilfeleistung Pflicht!“ und jeder, der einen Bedürftigen sieht, muss sich darum kümmern. In Deutschland gibt es auch ein gut ausgebautes Rettungswesen mit z.B. den Feuerwehren, den Not- und Rettungsdiensten.

INFOKASTEN
Der erste Schritt ist die Information des Rettungsdienstes oder der Polizei. Bei diesem Anruf (110, 112) geht es darum, zu erläutern, wo der Ort des Unfalles ist, was man sieht und die Einschätzung der Lage so ruhig und so konkret wie möglich zu übermitteln. Es ist zu erwarten, dass innerhalb kürzester Zeit professionelle Hilfe kommt und die Ersthelfer unterstützt bzw. ablöst.
Der nächste Schritt ist die Sicherung der Unfallstelle mit Warnzeichen und Blinkern und
der dritte Schritt ist dann die Erste Hilfe bei denjenigen, die Opfer des Unfalles geworden sind oder z.B. eine Schwächeanfall haben.

Die Erste Hilfe stand nun im Mittelpunkt und auf der Tagesordnung. Sichere Seitenlage, aktive Sicherung, Herzmassage, Reanimation usw.
Die einzelnen Schritte wurden jeweils in Gruppen geübt, so dass jeder die Handgriffe und Bewegungen genau lernte. Herr Pirone gab immer wieder Erläuterungen, spornte die einzelnen Teilnehmer an und überprüfte die Abläufe sowie Ergebnisse.

Übung macht den Meister – jugendliche Flüchtlinge beim Erste Hilfe Kurs des DRK Rheine

Die Gruppe der jugendlichen Flüchtlinge war erst sehr überrascht von dem, was sie hörten. Solche Leistungen wie Feuerwehr und Rettungsdienste kannten sie aus ihren Heimatländern in dieser Form und Perfektion nicht. Dann stürzten sie sich voller Eifer in die praktischen Übungen.

Kirsten Günter und Sherin Hodroj, die den Kurs von der Flüchtlingshilfe e.V. betreuen, waren sehr beindruckt und dankten dem Deutschen Roten Kreuz Rheine und insbesondere Herrn Vizenzo Pirone sehr herzlich.
Für die Jugendlichen aus Syrien, Irak und Afghanistan war dies eine wichtige Lektion, die sie erlernt haben. Sie haben hier erkannt, welche Pflichten der Einzelne hat und was aber auch die Gesellschaft vorhält, um Bedürftigen und Opfern zu helfen.

Die Veranstaltung endete mit einem herzlichen, lang anhaltenden Applaus und einem Gruppenbild.

Gruppenbild mit Herr Vizenzo Pirone (in der Mitte) vom DRK Rheine

Sprachhelfer gesucht!

Wir suchen Freiwillige für unsere Nachhilfe / Hausaufgabenbetreuung für mittwochs
und / oder donnerstags in der Zeit von 14 bis 16 Uhr!

Die sehr lernwilligen Schüler werden in den Räumlichkeiten der Abendrealschule Rheine unterrichtet.

Bei Interesse, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

Integrationspreis 2016

Am Sonntag, 5. Februar 2017, fand die Verleihung des Integrationspreises 2016 durch den Bürgermeister der Stadt Rheine, Dr. Peter Lüttmann und den Integrationsrat, vertreten durch den Vorsitzenden Kamel Kassem im Falkenhof statt.
Es war eine dem Anlass angemessene, sehr feierliche Veranstaltung in Rheines „guter Stube“.
Verdiente Preisträger sind in diesem Jahr die Kolping-Fahrradwerkstatt und der Deutsch-Portugiesische Chor Alegria.
Aber auch die anderen Nominierten wurden geehrt.
Darunter war auch unsere Andrea Hey, die für ihr Engagement in der Sprachhilfe ausgezeichnet wurde. Sie bereitet die Unterrichte vor, koordiniert die ständig wechselnden Teilnehmer und Sprachhelfer und ist selbst natürlich auch ständig vor Ort.
Ein dickes Dankeschön vom ganzen Verein!

Schwimmkurs für Frauen gestartet – UPDATE

Update 11.02.2017:

Fortsetzung läuft
In Zusammenarbeit mit der Kolpingsfamilie Rheine ist es uns gelungen, die Fortsetzung des Schwimmkurses zu gewährleisten. Ab dem 08. Februar 2017 wurden in Kooperation mit dem TV Jahn Rheine e. V. weitere 10 Einheiten organisiert. Teilnehmerinnen sind einige der Frauen, die in den ersten Einheiten noch nicht Schwimmen gelernt hatten sowie auch neue Interessierte.

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Schon vor längerer Zeit wurde an uns der Wunsch vieler geflüchteter Frauen herangetragen, endlich Schwimmen zu lernen.
Nun ist es uns in Zusammenarbeit mit dem TV Jahn Rheine und mit Hilfe von Fördermitteln des Kreis Steinfurt aus dem „Komm an“-Programm gelungen, einen Kurs von Frauen für Frauen zu organisieren.
Am Sonntag, 30. Oktober 2016 trafen sich zehn gut gelaunte und voll motivierte Frauen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Sri Lanka am Schwimmbad des HPZ mit ihrer Trainerin Luba Krieger, um erstmals Fühlung mit dem Nass aufzunehmen.
Geplant sind bis Weihnachten acht Übungseinheiten, danach soll der Kurs im Januar fortgeführt werden.

Schwimmkurs Teilnehmer 2016Das Foto zeigt einen Teil der Teilnehmerinnen mit ihrer Trainerin.

Workshop für Sprachhelfer

Am 08.12.16 hatten wir einen Workshop für Ehrenamtliche in der Sprachhilfe im Angebot und die Kontaktstelle war gut besucht.
Bereits seit mehr als zwanzig Jahren befasst sich Dr. Debbie Coetzee-Lachmann mit Englisch- und Kommunikationsunterricht im akademischen und beruflichen Kontext. Die gebürtige Südafrikanerin lebt seit 2002 in Deutschland. Nach ihrer Promotion in angewandter Sprachwissenschaft an der Universität Osnabrück leitete sie von Juni 2007 bis Juli 2016 das Sprachenzentrum der Universität.

Als selbstständige Trainerin und Beraterin beschäftigt sie sich vor allem mit den Anforderungen, die unser akademisches, berufliches und kulturelles Umfeld an unsere Kommunikation und Interaktion stellt und mit der Frage, wie wir diesen Anforderungen kompetent entgegentreten können.

In ihrer bekannten lebhaften Art gab sie interessante Tipps für die Arbeit mit den geflüchteten Menschen. Sie stellte und beantwortete dabei die Fragen, wie Menschen eine neue Sprache lernen, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen und welche Prozesse ablaufen und was die Grundlagen eines guten Fremdsprachenunterrichts sind.

Außerdem ermutigte sie alle Freiwilligen, so weiterzumachen wie bisher. “Aus dem Bauch heraus” zu arbeiten, sei dabei nicht die schlechteste Methode.

Die Teilnehmer gingen mit einer rundweg guten Resonanz nach Hause.

Nikolausfeier

Unser Verein hatte zur Nikolausfeier im Centro Antonio eingeladen und viele Geflüchtete kamen.
Während die Erwachsenen bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen die Gelegenheit für nette Gespräche und neue Bekanntschaften nutzten,bastelten die Kinder mit Bernadette und Franziska Hey kleine Hexenhäuschen und hatten ihren Spaß.
Als Höhepunkt kam dann der Nikolaus und erzählte seine Geschichte, die von den Dolmetschern in Arabisch und Farsi übersetzt wurde.
So hatten die Geflüchteten die Möglichkeit, auch etwas über diesen Brauch zu erfahren.
Anschließend verteilte der Nikolaus über 50 Tüten an die Kinder und Erwachsenen und war damit natürlich der “Mann des Tages”.

„Music between cultures“ im Falkenhof ein voller Erfolg

Am Sonntag, 13. November 2016, fand unter diesem Motto ein Konzert statt, zu dem das Gitarrenlernstudio Rheine eingeladen hatte.
Als passender Einstieg sang Elisa Marie Caffier das Europalied der Toten Hosen.
Begleitet wurde sie von Lars Wüller, dem Leiter des Gitarrenlernstudios, der auch den Abend moderierte.
Danach folgten in sehr abwechslungsreicher Folge kurdische, iranische, afrikanische und tunesische Klänge.
Didar Hama, seit einem Jahr in Deutschland und Schüler von Lars Wüller, spielte auf der Saz traditionelle Musik aus Syrien und Kurdistan.
Kamand Hadipur aus dem Iran sang voller Leidenschaft und begleitete sich selbst auf der Seta. Ihr Sohn Kezyvan Bai unterstützte sie rhythmisch auf der Tonbak.
Das Gitarrentrio Naemi Fislage, Marie Gövert und Julius Hanekamp begeisterte mit dem „Trio Magico“ auf der Gitarre. Sie sind Landessieger bei Jugend musiziert und waren auch auf Bundesebene sehr erfolgreich. Julis Hanekamp trat später noch einmal mit einem Solo auf, bei dem er seine unglaubliche Fingerakrobatik demonstrierte.
Anschließend trommelte Joseph Bortey aus Ghana seine Heimatlieder und erklärte, dass die Mütter in Afrika ihren Kindern ein Lied singen und nicht aus Büchern lesen wie in Deutschland. Dabei steigerte er sich auf unterschiedlichen Instrumenten und löste wahre Begeisterungsstürme aus.
Zum Abschluss versammelten sich alle Musiker für ein Liebeslied aus Tunesien. Hier wurde erkennbar, dass Musik verbindet und das wurde mit Standing Ovations des Publikums belohnt.
Wir bedanken uns bei den Musikern, bei den Organisatoren und bei den zahlreichen Spendern für diese tolle Erlebnis!

 

 

Nachtrag vom 12.12.2016:

Konzertbesucher spenden reichlich
Insgesamt 560,50 € Spenden sind beim Konzert „Music between cultures“ zusammengekommen.
Lars Wüller und Anja Korthaneberg vom Gitarrenlernstudio Rheine, die das Konzert organisiert hatten, übergaben unserer stv. Vorsitzenden Andrea Hey den gut gefüllten Umschlag.

Auch Didar Hamo aus Syrien war am Konzert beteiligt. Dieser junge Musiker kam vor etwa einem Jahr als Flüchtling nach Rheine. Er spielt die Saz, eine orientalische Langhalslaute. Natürlich war es ihm auf seiner Flucht nicht möglich ein Instrument mitzunehmen. Das Gitarrenlernstudio Rheine sponserte ihm kurzerhand ein Instrument und so freute er sich sehr, dass er nun endlich wieder seiner Leidenschaft nachgehen konnte. Im Konzert bewies er schließlich auch welch außerordentliches Talent in ihm steckt – am Ende gab es sogar standing ovations!
Andrea Hey war sichtlich gerührt von der Spendenbereitschaft der Konzertbesucher: „Wir können das Geld sehr gut für unsere Arbeit gebrauchen.

 

Music between cultures

Bild: v.l.: Lars Wüller (Gitarrenlernstudio Rheine), Didar Hamo (Musiker, syrischer Flüchtling), Andrea Hey (stellvertretende Vorsitzende Flüchtlingshilfe Rheine e.V., Anja Korthaneberg (Gitarrenlernstudio Rheine)

Konzert: “Music between cultures”

Datum: 13. November 18:00 Uhr
Ort: Falkenhof Rheine (Morriensaal)
Adresse: Tiefe Str. 22, 48431 Rheine
Eintritt: frei / Spende

Veranstalter: Gitarrenlernstudio Rheine Anja Korthaneberg & Lars Wüller Gbr

Beteiligte Musiker:

  • Elisa Cassier (Gesang) + Lars Wüller (Gitarre)
  • Didar Hama (Saz)
  • Gitarrentrio aus Rheine
  • Julius Hanekamp (Gitarre Solo)
  • Frau Hadipur (Gesang + Seta) und Herr Babai (Tonbak)
  • Joseph Bortey (Percussion)
  • Ensemble International (alle Musiker zusammen)

Music between cultures

Der Erlös aus dem Konzert (Spenden) kommt der Flüchtlingshilfe Rheine e.V.
zugute!

Integrationsprojekt für jugendliche Flüchtlinge

Neues Integrationsprojekt in Kooperation mit dem Rotary-Club Rheine

Am Dienstag, 11. Oktober 2016 traf sich bei den Stadtwerken Rheine eine Gruppe von
jugendlichen Flüchtlingen, die eingeladen waren, an einem neuen Projekt teilzunehmen.
Der Rotary-Club Rheine hatte bereits im vergangenen Jahr eine kleinere Gruppe betreut, die
teilweise schon an unserem Sprachunterricht in der Abendrealschule teilnahm. Daraus
entstand die Idee, in diesem Herbst gemeinsam eine größere Gruppe zu begleiten.
In Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Migration der Stadt Rheine und deren
Stadtteilbetreuerinnen wurden junge Frauen und Männer angesprochen, ob sie Interesse an
der Teilnahme haben. 15 von ihnen nahmen bereits an der Auftaktveranstaltung, bei der das
Projekt und die Beteiligten vorgestellt wurden, teil. Weitere werden im Lauf der Herbstferien
dazu kommen, sodass eine Gruppe von ca. 25 jungen Migranten bestehen wird.
Die Konzeption des Projekts zielt auf intensive kurze Besuchstermine, in denen Institutionen
mit ihren persönlichen Vertretern ihr Thema, den Rechtsrahmen und die zu beachtenden Details
erläutern und erklären. Anschaulich angeboten werden Besuche des Bürgermeisters, der
Kläranlage, der Firma apetito, des Wasserwerkes, einer Kirche, etc.
Die Termine sollen beispielhafte Einblicke in das Rechs- und Institutionensystem der
Bundesrepublik Deutschland ermöglichen. Dabei werden die Institutionen von konkreten
Personen repräsentiert. Einmal pro Woche soll den Angehörigen der Gruppe die Möglichkeit
geben werden, den „Alltag in Rheine“ kennenzulernen und sich darüber in der deutschen
Sprache auszudrücken lernen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Konversation. Es
soll erlernt werden, sich mit den „Brocken Deutsch“, die man schon kennt, so auszudrücken,
dass neue Inhalte und Themen erschlossen werden können. Jeder Tag oder Termin vermittelt
20 bis 30 neue Vokabeln.

Die Inhalte können z.B. sein:

  • ÖPNV – Tickets, Tarife, usw.
  • Bücherei – FInden und Ausleihen der richtigen Bücher und Inhalte
  • Verkehrsregeln und Besonderheiten mit dem Fahrrad
  • Umweltmobil – TAT
  • Natur im Naturschutzgebiet Waldhügel
  • Energiewende und erneuerbare Energie
  • Bankgeschäfte, Kontoeröffnung, etc.
  • Textnalyse anhand tagesaktueller Artikel
  • Religion in Deutschland – Kirchenbesuch, etc.
  • Einzelhandel – Preise und Qualitäten
  • Abfallsortierung und deren Zusammenhänge
  • Staatsaufbau in Deutschland, Besuch im Rathaus
  • Impfungen, Toxizität und Antiseptika
  • Trinkwasserversorgung und Abwasserwirtschaft
  • Museen in Deutschland
  • Erstellung von Bewerbungsunterlagen und Bewerbungstraining

In den begleitenden Sprachübungen (dreimal wöchentlich) werden die wöchentlichen Inhalte
sprachlich geübt, vertieft und die Vokabeln gelernt. Hier wird mit den didaktischen Grund-
lagen des Hamburger ABC gearbeitet. Diese Unterlagen, die jeder Flüchtling als Grund-
ausstattung erhält, bauen aufeinander auf, sind auf unterschiedliche Anforderungen hin gut
gegliedert, erlauben das Selbststudium und sind auch in Kleingruppen einsetzbar.

 

Freizeitveranstaltungen am Wochenende
Am Wochenende (einmal pro Monat) besuchen die Jugendlichen zusätzlich Veranstaltungen
vor Ort. Hier wird den Heimathäusern mit ihren Veranstaltungen ein Besuch abgestattet, es
werden Radtouren gemacht, politische Veranstaltungen besucht und Ausflüge organisiert. Es
gilt, soziale Termine, Wanderungen, Sportveranstaltungen, Konzerte und andere
Gesprächsanlässe zu finden und zu organisieren, in denen die Jugendlichen die Menschen in
Rheine kennenlernen, sich mit ihnen austauschen und sie auf diesem Wege mehr und mehr
kennlernen.
Finanzielle Unterstützung bekam das Projekt durch eine Spende der Deutschen
Bundesumweltstiftung. Da Staatssekretär und MdB Jens Spahn Kuratoriumsmitglied dieser
Stiftung ist, ließ er es sich nicht nehmen, zusammen mit dem Generalsekretär der Stiftung, Herrn
Dr. Heinrich Bottermann, die Spende in unserer Kontaktstelle zu übergeben.